Der Tischtennissport ist noch recht jung. Er kam nach dem ersten Weltkrieg auf, 1927 bot das bekannte Sporthaus Saemann zum ersten Mal Tischtennisgeräte zum Verkauf an. Man stand dieser von England gekommenen Neuheit etwas skeptisch gegenüber, doch bald reifte der Plan, die Sache vereinsmäßig zu betreiben. Vereine wurden aus der Taufe gehoben und Tischtennis als neue Sportart wettkampfmäßig betrieben.

Die ersten Heilbronner Einzelmeisterschaften fanden 1931 statt, wenig später die ersten Mannschaftsmeisterschaften.

Die ersten Vereinsnamen jener Jahre waren TTC 1930 Heilbronn, Schwarz-Weiß Heilbronn, Grün-Weiß Heilbronn, TTC Neckargartach, Blau-Weiß Neckarsulm und man staune: allein 3 Vereine aus Böckingen- und zwar Alemania Böckingen, Jahn Böckingen und Rot-Weiß Böckingen. Die Böckinger Vereine spielten damals eine gute Rolle. So wurde in den 1934 erstmals ausgetragenen Rundenspielen der TTC Allemania Kreismeister. Nun kam der zweite Weltkrieg, der den Spielbetrieb zum Erliegen brachte. Viele Spieler kehrten aus dem Krieg nicht mehr zurück. Alle Böckinger Tischtennisvereine bestanden nicht mehr fort bzw. hatten sich aufgelöst.

Nach dem zweiten Weltkrieg nahm die Beliebtheit des Tischtennissports zu und es bestand das Bestreben, diesen Sport wieder im Verein auszuüben.

Nachdem in Böckingen zuerst im Jahre 1948 bei der Union eine Tischtennisabteilung ins Leben gerufen wurde, bildete sich im Jahre 1949 bei der Turngemeinde Böckingen eine Interessengemeinschaft von Jung-Fußballspielern, die diesem "weißen Sport" frönten. Zunächst allgemein belächelt, hatten die Tischtennisspieler schwer um ihre Anerkennung zu kämpfen, denn wer nahm schon die Männer mit den runden Schlägern und dem kleinen weißen Zelluloidball allzu ernst? Doch es dauerte nicht lange, bis auch dieser Sport bei der TGB immer mehr Anhänger fand und "salonfähig" wurde.

Die Abteilung entwickelte sich recht gut. Sie war gesellschaftlich bestens vereint und die anfangs ausgebliebenen Erfolge bei den Wettkämpfen konnten den sichtbar sportlichen Auftrieb nicht verhindern.

Die ersten Tischtennisplatten wurden im Wirtschaftsraum des vereinseigenen Turnerheims aufgestellt, in dem auch das Spiel einige Jahre betrieben wurde. In einer Kurzphase konnten dann die Schläger im Haus des Handwerks gekreuzt werden, Anschließend war die Turnhalle in der Grünewaldschule das Betätigungsfeld, bis dann ab 1955 der Hallenanbau auf der Jahnheide zur Verfügung stand. Eine richtige Breitenarbeit war allerdings erst möglich, als 1971 der Spielbetrieb in die neu erstellte Turnhalle der Heinrich-von-Kleist-Reaischule verlegt werden konnte. Die Abteilung konnte sich nun weiterentwickeln, Jugendarbeit konnte in größerem Umfang ausgeübt werden und so ist die Abteilung innerhalb weniger Jahre auf rd. 100 Mitglieder angewachsen. Dieser Stand konnte bis heute gehalten werden.


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